Joachims Kochbuch

Hessisches Büffet

Ein hessisches Büffet mit schwäbischen Mitteln

Angeregt durch eine Werbung der "Wir lieben Lebensmittel" Märkte versuchte ich mich mal darin, hier im Landkreis Ludwigsburg ein hessisches Büffet zusammen zu stellen.

Was hier kaum zu bekommen ist, sind echte Frankfurter Würstchen aber Frankfurter Rindswurst führt dieser Markt eigentlich ständig.

In der Werbung gabs außerdem oberhessischen Presskopf und aale Blutwurst.

Handkäs gibts als Harzer Roller in jedem Supermarkt, den muss man nur rechtzeitig kaufen, damit er "dorsch un dorsch" werden kann.

Das schwierigste war die "Grie Soß". Real Märkte in Rhein-Main führen zwar Päckchen aus dem Stuttgarter Raum, diese gibts aber im Stuttgarter Raum nirgendwo zu kaufen. Eigentlich wollte ich mich schon mit einem Ersatz (Schnittlauch, Petersilie) behelfen, da fielen mir beim Einkauf diese TK-Kräutermischungen der Firma mit dem Blubb ein. Die hatten tatsächlich ne acht Kräutermischung mit genau den grüne Sauce Kräutern plus Dill. Wer die echte "Grie Soß" kennt, weiß, dass Dill da nix drin verloren hat aber als Ersatz ginge es ja noch. Da fand meine Holde doch tatsächlich noch die acht Kräuter von Frosta und siehe da: Genau die sieben Kräuter plus Schnittknoblauch. Moment mal, Knoblauch??? Das hab ich doch in der Vergangenheit auch schon ab und an in die "Grie Soß" gemacht, also das passt wie A... auf Eimer.

Dazu fehlt dann noch ein Stück Brot, das zu allem passt. Und wer nun denkt, Laugenbrezel wäre ja typisch bayerisch, der sollte mal abends in eine Sachsenhäuser Apfelweinwirtschaft gehen. Wer geht da so alle zwei Stunden mal mit nem Korb rundum? Genau, der Mensch mit den Laugenbrezeln!

Und dann das wichtigste von dem Ganzen: Der Äbbelwoi! Den gibts hier zum Glück im Überfluss, die Schwaben nennen den zwar Most oder Apfelschuss und es ist auch kein richtiger Speierling drin aber schmecken tut das Zeug trotzdem.

Hier die einzelnen Bestandteile: